Hallo, Welt der Doofheit. Es ist unfassbar. Heute habe ich zum ersten Mal eine Pizza in Brand gesetzt. Und zwar mit den Mitteln modernster Chemie. Fixogum. Das ist jetzt bitte nichts zum Nachmachen. Man sollte es nur in einem Fotostudio unter der Aufsicht umsichtiger Profifotografen tun. Ausgedacht hat sich den Spaß nach einer Anregung aus unserem ersten Buch der freundliche Hausfotograf des Verlags, Olivier. Er meinte, Foxigum brennt besonders gut, und schilderte seine Versuchsreihe, in der er ausgetestet hat, welche Kleber welches Brennergebnis bringen. Die Mühe hatte sich gelohnt - die Prosciutto brannte wie Zunder. Leider rief Olivier nicht wie Bruce „Drama Baby!“, sondern „Näher ans Gesicht, sonst sieht man euch nicht!“ Der Stylistin trat der Schweiß auf die hübsche Stirn, und Stefans Augenbrauen sind jetzt weniger üppig. Aber das hatte er auch verdient - immerhin mussten wir die Szene mit der Pizza nachstellen, weil der Gute seine private Küchenpanne in „Generation Doof“ beschrieben hatte. Wer den Schaden hat…
Das Schönste an der Fotosession fand ich, wie die Stylistin vor dem Pizza-Brand immer an mir herumzupfte. Wenn ich das im Büro hätte, könnte Stefan nicht ständig auf meinen struppigen Haaren rumhacken. Und diese falschen Wimpern! Auf den Fotos sehe ich jetzt so aus, als hätte ich Augen! Stefan hingegen schoss mit Anlauf ein modisches Eigentor: Er bestand darauf, dass seine Bergisch Gladbacher Proletenlederjacke in Szene gesetzt wurde. Olivier fragte nur: „Willst du Winner oder Indianapolis?“, was Stefan im ersten Anlauf nicht verstand. Gemeint war, welcher Arm vorne sein sollte, auf dem einen stand „Winner“, auf dem anderen… nun ja, ihr habt’s sicher verstanden. Aber mal ehrlich: Ein bisschen Heidi Klum steckt auch in Stefan Bonner.
